Wir können vieles, in das unsere Kinder hinein geboren werden, nicht ändern. Nicht unsere Vergangenheit oder Kindheit. Oftmals nicht unsere finanziellen Mittel. Oder wann wir unsere Kinder in die Betreuung geben müssen. Ob wir auf dem Land oder in der Stadt wohnen. Aber unser Mindset, also unser innere Einstellung die wir unseren Kindern vorleben – die ist frei von allem.

In diesem Beitrag möchte ich einen wichtigen Pfeiler der Resilienz vorstellen – Akzeptanz. Hier sehe ich zwei Seiten, die besonders Kinder und Kleinkinder betreffen:

Akzeptanz der Gefühle

Dazu las ich letztens einen schönen Satz in einem Buch, den ich mir abschrieb: „Hurting is feeling, and feeling is living, and isn’t it good to be alive?“

Nicht falsch verstehen: hierbei geht es nicht darum, Schmerz zu fühlen um zu leben. Sondern vielmehr zu akzeptieren, dass Gefühle, positive wie negative, zum Leben dazu gehören. Dass das Leben bedeutet.

Kleine Kinder sind ständig wütend. Wütend, weil wir sie nicht verstehen, wütend weil der Becher die falsche Farbe hat, wütend weil wir sie endlich verstehen. Es ist eine Myriade an Emotionen, die Kleinkinder tagtäglich gemeinsam mit uns erleben. Ändern wir den Blickwinkel auf diese Emotionen und sehen sie als etwas positives, als ein Zeichen an Entwicklung und an Leben, begegnen wir unsern Kindern anders in diesen Situationen.

Wir begleiten, wir verstehen, wir geben Raum. Verbal wie nonverbal. Und dadurch bringen wir unseren Kindern die Akzeptanz ihrer Gefühle, und damit ihrer Person, nahe.

Akzeptanz der Person

Wenn der Mensch, der mir am meisten bedeutet, den, den ich seit meinem ersten Atemzug kenne, mich akzeptiert wie ich bin – dann muss ich „richtig“ sein. Diese Macht haben nur Eltern oder andere enge Bezugspersonen. Und ich glaube es ist etwas wundervolles für die Seele, mit diesem Wissen aufzuwachsen.

Das bedeutet nicht, dass wir unseren Kindern nun jeden Furz durch gehen lassen müssen. Ich kann meinen Kindern auch ziemlich deutlich sagen, dass ich ihr Verhalten gerade nicht in Ordnung finde. Aber das ist es – ihr Verhalten. Niemals ihre Persönlichkeit. Da ist ein feiner Unterschied zwischen „Das nervt mich.“ und „Du nervst mich.“

Was immer auch das Leben bereithält

Wir wissen nicht, wo unsere Kinder ein mal landen. Oder welche Hindernisse ihnen in den Weg gelegt werden. Was sie vielleicht ein mal durch stehen müssen. Aber was wir beeinflussen können ist, wie sie später ein mal damit umgehen. Wir können ihnen ein Urvertrauen mit auf den Weg geben, eine innere Einstellung die sie ihr Leben lang begleiten wird.

Eine Werkseinstellung sozusagen, von Zuwendung und gesehen werden. Von richtig sein. Von akzeptieren von Gefühlen und davon, wie man die Menschen die man liebt und schätzt in einer Beziehung behandelt. Ein Anspruch an sich selbst und an andere.

Und natürlich dem Wissen, bedingungslos akzeptiert und geliebt zu werden.