Wie jedes Jahr erstelle ich auch dieses Jahr wieder ein Visionboard. Gute Vorsätze habe ich noch nie gehabt, ich empfinde diese eher als beste Möglichkeit meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Aber ein Visionboard darf auch ein bisschen träumen, darf hohe Ziele oder Wünsche haben die mir das Universum so oder anders schon mit der Zeit (!) erfüllen wird. Am Ende des Jahres schaue ich es mir dann wieder an und sehe wie viel ich erreichen konnte und vieles was auch unerfüllt bleibt. Das stimmt mich dann aber nicht traurig oder unzufrieden – sondern eher mit Ruhe und dem Wissen, das Dinge die zu mir gehören zu mir finden werden. Früher oder später.

Wie aber gestalte und formuliere ich mein Visionboard?

Ich möchte euch hier eine sehr rudimentäre Anleitung für meine Art des Visionboards geben. Je nachdem wie euer Leben aussieht, kann das natürlich absolut nicht ausreichen oder viel zu viel sein. Fühlt euch jederzeit beflügelt meine Anweisungen zur Seite zu packen und euer Ding zu machen, wie es sich richtig anfühlt.

Zuallererst: die Formulierung

Ich formuliere mein Visionboard niemals mit Wünschen, sondern ausschließlich mit Tatsachen.

Also nicht: „Ich wünsche mir mehr Zeit für meine Familie zu haben“ sondern „Ich habe Wege gefunden mehr Zeit mit meiner Familie verbringen zu können.“

Ich gaukel mir selbst und dem Universum vor es wäre schon so. Und ihr werdet sehen, wenn ihr das so macht, passt sich euer Mindset und euer Leben den Aussagen viel eher an.

Dann gehe ich grob nach Kategorien und frage mich:

„Wie soll das aussehen?“

„Wie will ich sein?“

„Wie wurde sich so eine Situation darstellen?“

„Wie fühlt es sich an?“

Die Kategorien sind alle wichtigen Inhalte meines Lebens:

  • Liebe
  • Familie
  • Kinder
  • Kreativität
  • Beruf
  • Finanzen
  • Haus / Wohnen
  • Alltag
  • Essen / Ernährung

Am Beispiel der Ernährung könnte ich zb., wollte ich öfters vegan essen, formulieren: „Ich habe leckere vegane Rezepte zusammen getragen, die allen schmecken und baue sie regelmäßig in meine Essenspläne mit ein.“

Was ich hier besonders mag ist, das es mich nicht zum Scheitern verurteilen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass das genauso eintritt ist sehr hoch. Ich lasse mir die Definition von regelmäßig offen und lege wert auf gut schmeckendes, alle Familienmitglieder zufriedenstellendes essen. Anstatt „Ich will jeden Mittwoch vegan essen.“ Was mich nur frustrieren wird, weil ich es niemals akkurat jeden Mittwoch hinkriegen werde ein Veganes Gericht aus dem Hut zu zaubern, welches auf meine Kinder essen.

Kurzfristige und Langfristige Ziele – und ganz banales

Natürlich zielt ein Visionboard auf das ganze Jahr ab und man ist versucht die ganz großen Träume unter zu bringen – go for it. Um mich selbst zufrieden zu stellen und aus meiner Erfahrung heraus, das gerade kleine Erfolge so viel Glück mit sich bringen können, suche ich mir auch immer „banale“ Dinge heraus, von denen ich weiß, das sie mich sehr glücklich machen und mein Leben verbessern werden.

Dieses Jahr ist es zb. einen Geburtstagskalender zu machen, um endlich die wichtigen Daten der liebsten Menschen in meinem Leben nicht mehr zu vergessen. Ich bin nämlich unglaublich vergesslich was das angeht und empfinde es als riesengroße Schwäche meinerseits. Es macht mich unzufrieden sowas ständig zu vergessen und deswegen haben auch solche kleinen Ziele, die ich wahrscheinlich in den ersten Wochen des Jahres abhaken werde, immer einen Platz auf meinem Visionboard.

Sätze formulieren

Nachdem ich meine Wünsche alle grob auf ein Blatt geschrieben habe, formuliere ich sie wie oben beschrieben in Sätzen.

„Ich habe den Geburtstagskalender fertig gestellt und kann nun meinen liebsten Freunden pünktlich gratulieren und ihnen liebe Worte zukommen lassen.“

Ästhetik: Bilder raus suchen

Und dann gehts eigentlich schon ans Eingemachte: Bilder raus suchen. Ich liebe Pinterest dafür, solltet ihr die Ap Canva haben, lohnt es sich aber auch dort die Stock Photos zu bedienen. Da sind einige schöne dabei.

Wichtig ist es mir, einen roten Faden von dem was ich als ästhetisch und schön empfinde in meinem Visionboard zu sehen. Schließlich will ich es mir das ganze Jahr lang ansehen. Ich schau also, das alles grob zusammen passt. Dabei wähle ich persönlich vor allem Bilder mit Symbolcharakter, ihr könnt aber auch eigene Bilder verwenden. Ganz wie ihr euch wohl fühlt.

Bilder anordnen und darstellen

Ob digital oder ausgedruckt – jetzt ordne ich die Bilder harmonisch zueinander. Ich persönlich mag auch Grafiken die Text enthalten, also meist meine ausformulierten Sätze in kurz. Aber gut strukturiert reichen auch Bilder oder einzelne Stichwärter dabei.

Aufhängen? Aber wo?

Ein Visionboard ist natürlich etwas sehr persönliches. Hängt es dort auf, wo ihr euch am wohlsten damit fühlt. Das kann das Wohnzimmer aber auch das Büro sein. Ich entwerfe Grafiken auf Pinterest und mache sie direkt zu meinem Handy Hintergrundbild. Damit ist es für mich unumgänglich, es täglich mehrmals zu sehen.